finance
Berliner Fachkräftestrategie 2035 nimmt Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt in Schlüsselbranchen ins Visier
Die Strategie befasst sich mit prognostizierten Engpässen in der Informations- und Kommunikationsbranche, im Gesundheitswesen sowie im Bildungsbereich und fördert Qualifizierungsmaßnahmen durch bestehende Bundes- und Landesprogramme.
Wie wir berichtet haben

Berlin hat die Berliner Fachkräftestrategie 2035 verabschiedet, um dem prognostizierten Bedarf zu begegnen, bis 2035 rund 560.000 Stellen neu zu besetzen, angetrieben durch den demografischen Wandel, die Digitalisierung und strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft.
Warum die Strategie für Arbeitgeber und Beschäftigte relevant ist
Das Konzept reagiert auf den anhaltenden Wandel auf dem Berliner Arbeitsmarkt, wo neue Stellen vor allem in der Informations- und Kommunikationsbranche, im Gesundheitswesen sowie im Bildungsbereich erwartet werden. Im verarbeitenden Gewerbe und in der öffentlichen Verwaltung hingegen ist mit einem deutlichen Stellenabbau zu rechnen. Dieser Wandel beeinflusst, wie Unternehmen in einer Stadt mit etablierten Ausbildungsstrukturen Personal gewinnen und halten.
Beteiligung an Weiterbildung und Ziele bei der Berufsausbildung
Im Jahr 2019 nahmen lediglich 14 Prozent der Berliner Erwerbstätigen an beruflicher Weiterbildung teil, der niedrigste Wert aller deutschen Bundesländer. Die Berliner Allianz für Berufsausbildung hat sich zum Ziel gesetzt, bis April 2025 mindestens 2.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze zu schaffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Diese Bemühungen konzentrieren sich darauf, das betriebliche Ausbildungsangebot in wachsenden Branchen auszubauen.
Finanzielle Förderung durch Bundesgesetzgebung
Das im April 2024 aktualisierte Qualifizierungschancengesetz sieht finanzielle Zuschüsse für die Weiterbildung von Beschäftigten in Berlin vor, für Kleinbetriebe unter anderem eine vollständige Erstattung der Lohnkosten in Höhe von 100 Prozent. Arbeitgeber können diese Maßnahmen nutzen, um in die Qualifizierung ihrer Belegschaft zu investieren, ohne während der Weiterbildungszeiten die vollen Lohnkosten tragen zu müssen.
Berliner Unternehmen prüfen derzeit, wie sie ihre Einstellungspolitik und internen Programme an den Schwerpunkten der Strategie ausrichten können. Das Qualifizierungschancengesetz bleibt dabei ein wichtiges Instrument zur Deckung von Weiterbildungskosten, insbesondere für kleinere Betriebe, die Kompetenzen in wachsenden Bereichen wie dem Gesundheitswesen und digitalen Berufsfeldern aufbauen möchten. Lokale Organisationen, die an Berufsausbildungsinitiativen beteiligt sind, arbeiten auf die für 2025 gesetzten Ausbildungsziele hin.
References Sourced but Not Limited to:
- berlin.de · 10255852 5559700 skilled labor strategy for 2035 adopted.en
- berlin.de · 8423673 5559700 berlin alliance for vocational training .en
- businesslocationcenter.de · Labor market
- wdb-berlin.de · Welcome en
- berlin.de · 230220 efre infoblatt smartzahn cleversdorf engl bf
- tu.berlin · Continuing education staff development