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Neue Mietverträge und Ladeneröffnungen: Berlins Einzelhandel erlebt Aufwind
Internationale und unabhängige Händler sichern sich Flächen in etablierten Stadtvierteln, während die Stadt steigende Umsätze und eine rege Vermietungstätigkeit verzeichnet.
Wie wir berichtet haben

Berlin festigt seine Position als größter Einzelhandelsmarkt Deutschlands: 2025 wurden bereits 46.000 Quadratmeter neue Flächen vermietet oder eröffnet, der Jahresumsatz wird auf 37,7 Milliarden Euro geschätzt. Das entspricht einem Anstieg von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr und geht einher mit einer Reihe neuer Mietabschlüsse in zentralen Stadtvierteln.
Vermietungsgeschäft am Hackeschen Markt
Rund um den Hackeschen Markt in Berlin-Mitte wurden in den vergangenen zehn Monaten etwa 13 neue Einzelhandelsmietverträge abgeschlossen. Internationale Marken und angesagte Labels treiben diese Entwicklung voran, sie profitieren von der hohen Besucherfrequenz im Viertel sowie von den im Vergleich zu anderen Metropolen niedrigen Mieten, die sowohl unabhängigen Betreibern als auch größeren Filialkonzepten zugutekommen.
Neueröffnungen und Umbauten
Konkrete Projekte zeigen die Bandbreite der beteiligten Unternehmen: Das genderneutrale Label Haderlump Atelier Berlin soll im November in Kreuzberg eröffnen. Designer William Fan schloss 2024 die Neugestaltung seiner Boutique in Mitte ab. Das Independent-Label Richert Beil plant seine Eröffnung in Kreuzberg für das Frühjahr 2026. All diese Vorhaben ergänzen die etablierten Ankermieter des Marktes, darunter Multi-Brand-Häuser wie KaDeWe, Zalando und Mytheresa.
Mieten und Marktumfeld
An Toplagen wie der Tauentzienstraße lagen die Jahresmieten Ende des dritten Quartals 2025 bei 3.480 Euro pro Quadratmeter. Die niedrigeren Mieten an anderen Standorten haben Raum für Experimente geschaffen: Multifunktionale Konzepte, erlebnisorientiertes Storytelling und direkter Kundenkontakt ermöglichen es Händlern, neue Formate auszuprobieren, ohne den Kostendruck, der in anderen Großstädten herrscht.
Händler, die einen Markteintritt oder eine Expansion erwägen, können das verfügbare Flächenangebot in Mitte und Kreuzberg prüfen, wo jüngste Mietabschlüsse und bestätigte Eröffnungen die konkrete Nachfrage belegen. Marktdaten ab dem ersten Halbjahr 2025 geben Aufschluss über den Umfang der neu bereitgestellten Flächen und den Mix der dort einziehenden Marken, eine solide Entscheidungsgrundlage für Betreiber, bevor sie weitere Standorte ins Auge fassen.