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Berliner Bildungsreformen sollen Kompetenzlücken schließen und Familien entlasten
Neue Qualitätsstrategie, Vereinbarungen für Lehrkräfte und Änderungen bei der Schulpflicht sollen Schülerinnen und Schüler fördern und Belastungen in den Bezirken abfedern.
Wie wir berichtet haben

Berlin hat eine Bildungsqualitätsstrategie gestartet, die darauf abzielt, die Deutsch- und Mathematikkenntnisse durch standardisierte Lernstandserhebungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Kitas, Schulen und Familien zu verbessern.
Entlastung für Lehrkräfte
Eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht ab dem Schuljahr 2026/2027 eine Reduzierung der Lehrerarbeitsbelastung vor, unter anderem durch kleinere Klassen in Brennpunktbereichen, einen unterrichtsfreien Tag für Grundschul-Elterngespräche sowie eine zusätzliche Entlastungsstunde für Lehrkräfte ab 63 Jahren.
Schulplätze und Abbruchquoten
Bis zum Schuljahr 2025/2026 hat die Stadt rund 53.000 neue Schulplätze geschaffen, mit einem Ziel von 62.000 bis 2026/2027, dennoch fehlen derzeit noch 24.100 Plätze. Im vergangenen Schuljahr verließen 8,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler, das entspricht rund 2.800 Personen, die Schule ohne Abschluss. Die Quoten reichen dabei von 13,2 Prozent in Mitte bis zu 3,3 Prozent in Steglitz-Zehlendorf.
Verlängerte Schulpflicht
Ab dem Schuljahr 2025/2026 gilt für Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren, die die 10. Klasse ohne konkreten Berufsplan abschließen, ein verpflichtendes elftes Schuljahr.
Diese Maßnahmen betreffen die Berliner Bevölkerung unmittelbar: Sie wirken sich auf den Schulalltag, die Familienplanung und den Bildungszugang in den verschiedenen Stadtteilen aus. Kleinere Klassen und Elterngespräche können Lehrkräften mehr Zeit für die individuelle Förderung geben, während die verlängerte Schulpflicht dafür sorgt, dass Jugendliche so lange im Bildungssystem bleiben, bis sie eine Ausbildungsperspektive haben.
Eltern in Bezirken mit höheren Abbruchquoten könnten die neuen Lernstandserhebungen und die verstärkte Einbindung der Familien als praktische Instrumente zur frühzeitigen Verlaufskontrolle nutzen. Die Arbeitszeitentlastung soll dazu beitragen, erfahrene Lehrkräfte zu halten, insbesondere dort, wo die Klassengrößen bisher schwer zu bewältigen waren.
Aktuelle Informationen erhalten Berlinerinnen und Berliner über die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie unter berlin.de/sen/bildung sowie über die zuständigen Schulämter vor Ort, wenn sie die Planung für die kommenden Schuljahre angehen.