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Studie untersucht, wie Gemeinden Sicherheit jenseits von Kriminalitätsdaten definieren
Forschende dokumentieren lokale Sicherheitsvorstellungen in drei Landkreisen mithilfe von Befragungen und Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Fachleuten aus dem Rechtssystem.
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Wie wir berichtet haben
Ein im Dezember 2023 veröffentlichter Bericht mit dem Titel Redefining Community Safety stützt sich auf Gemeinschaftsbefragungen, Interviews und Fokusgruppen, um zu untersuchen, wie Bewohnerinnen und Bewohner in drei US-amerikanischen Landkreisen Sicherheit verstehen. Die Studie wurde von Lee Ann Slocum, Claire Greene, Beth M. Huebner und weiteren Kolleginnen und Kollegen geleitet und am 12. Dezember 2023 vom Safety and Justice Challenge veröffentlicht.
Warum herkömmliche Messgrößen zu kurz greifen
Der Bericht stellt fest, dass in politischen Debatten und in den Medien häufig Kriminalitätsraten und das Strafjustizsystem als wichtigste Wege zur Sicherheit in den Vordergrund gestellt werden. Daraus ergeben sich laut Bericht mehrere Probleme: Niedrige Kriminalitätsraten bedeuten nicht zwangsläufig, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer Gemeinde sicher fühlen. Andere Faktoren wie die Medienberichterstattung sowie das physische und soziale Umfeld beeinflussen das Sicherheitsempfinden. Nicht alle Straftaten werden angezeigt, insbesondere in Gebieten mit hoher Polizeipräsenz und geringem Vertrauen in die Behörden. Daten aus dem Strafjustizsystem können eher die Prioritäten der Strafverfolgung widerspiegeln als die der Gemeinschaft.
Stimmen aus den betroffenen Gemeinden
Die Studie konzentriert sich auf den Missoula County in Montana, den St. Louis County in Missouri sowie den Mecklenburg County in North Carolina. Diese Landkreise nehmen am MacArthur Safety and Justice Challenge teil. Die Befragungen wurden so konzipiert, dass möglichst viele unterschiedliche Stimmen aus der Gemeinschaft erfasst werden konnten. Interviews und Fokusgruppen ermöglichten einen tieferen Einblick in die Sichtweisen von Akteuren des Strafjustizsystems, von Menschen mit eigener Systemerfahrung sowie von Fachleuten, die mit diesen Gruppen arbeiten. Der Bericht nutzt diese Interviews, um zentrale Erkenntnisse zu veranschaulichen und Perspektiven sichtbar zu machen, die in solchen Studien häufig fehlen.
Die Autorinnen und Autoren stellen fest, dass Diskussionen über Gemeinschaftssicherheit stark vom jeweiligen lokalen Kontext abhängen. Wenn Gemeinden selbst definieren dürfen, was Sicherheit für sie bedeutet, fördert das die Entwicklung lokal verankerter Prioritäten und Maßnahmen. Der Bericht umfasst neben dem Haupttext auch eine Zusammenfassung für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, eine Konzeptkarte sowie ein Instrumentarium als zusätzliche Ressourcen.
Nächste Schritte für lokale Entscheidungsträger
Die Ergebnisse legen nahe, dass eng gefasste, kriminalitätsorientierte Definitionen möglicherweise nicht dem entsprechen, was den Bewohnerinnen und Bewohnern am wichtigsten ist. Verantwortliche und Fachleute, die im Bereich Gemeinschaftssicherheit tätig sind, können den vollständigen Bericht und das Instrumentarium heranziehen, um zu prüfen, wie lokale Perspektiven die Prioritätensetzung in ihrem jeweiligen Umfeld beeinflussen können.