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Berliner Wirtschaft wächst real um 1,1 Prozent, nationale Zahlen hinken hinterher
Die preisbereinigte Wirtschaftsleistung stieg, während die Beschäftigung leicht zurückging und die Durchschnittslöhne zunahmen, das zeigen die aktuell vorliegenden Zahlen.
Wie wir berichtet haben
Berlin verzeichnete 2025 einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,1 Prozent und übertrumpfte damit den bundesweiten Wert von 0,2 Prozent. Das geht aus Daten des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hervor, die vom Berlin Business Location Center ausgewertet wurden.
Die Hauptstadt verzeichnet seit mehr als zehn Jahren ein stärkeres Realwachstum als der Bund insgesamt. Dieser anhaltende Vorsprung ist derzeit besonders bedeutsam, da viele Berlinerinnen und Berliner ihr monatliches Einkommen den in den vergangenen Jahren gestiegenen Wohn- und Energiekosten gegenüberstellen. Lokale Unternehmen berücksichtigen dieselben Zahlen bei ihrer Personalplanung, wenn sie entscheiden, ob sie expandieren oder abwarten wollen.
Löhne und Beschäftigung in der Hauptstadt
Der durchschnittliche monatliche Bruttoverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2024 bei 4.845 Euro, ein Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Erwerbstätigen in der Stadt auf 2,2 Millionen, ein Rückgang um 0,2 Prozent. Diese Entwicklungen wirken sich auf den Alltag von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus, die auf stabile Arbeitszeiten angewiesen sind, ebenso wie auf Unternehmen, die in den für die Stadt prägenden Branchen um Fachkräfte konkurrieren.
Preis- und Wirtschaftsentwicklung
Die Verbraucherpreise in Berlin stiegen 2025 im Durchschnitt um 2,2 Prozent. Das nominale Bruttoinlandsprodukt belief sich auf 218 Milliarden Euro. Grafiken auf der Website des Business Location Center zeigen, dass Berlins reales BIP-Wachstum im vergangenen Jahr die meisten anderen Bundesländer übertraf, während sich die Beschäftigungsquote in einem engeren Korridor bewegte. Derselbe Datensatz erfasst auch die Preisentwicklung bei Lebensmitteln, Energie und Mieten gesondert und gibt den Berlinerinnen und Berlinern damit ein klareres Bild davon, wo die Haushaltsbudgets am stärksten unter Druck stehen.
Fachleute weisen darauf hin, dass ein anhaltendes Realwachstum weitere Investitionen in lokale Dienstleistungen und Infrastruktur begünstigen kann, wenngleich der leichte Beschäftigungsrückgang darauf hindeutet, dass sich einige Branchen noch im Anpassungsprozess befinden. Das Berlin Business Location Center betreibt ein Online-Immobilienportal sowie eine Wirtschaftsübersichtskarte, die registrierte Nutzerinnen und Nutzer bei der Suche nach Gewerbeflächen oder zur Prüfung von Branchenclustern in der ganzen Stadt nutzen können. Diese Tools greifen unmittelbar auf dieselbe statistische Grundlage zurück, die in diesem Jahr veröffentlicht wurde.
Wer die vierteljährlichen Berichte der Senatsverwaltung für Wirtschaft verfolgt, kann die Jahresübersicht mit den eigenen Gehaltsabrechnungen und Mietnachweisen abgleichen. Die nächsten ausführlichen Berichte werden für das spätere Jahr 2026 erwartet.