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Berliner Bildungspolitik: Weichenstellungen bei Strategie, Personal und Infrastruktur
Die Behörden müssen nun die Qualitätsstrategie für Deutsch und Mathematik umsetzen, sich auf Änderungen bei der Lehrerarbeitsbelastung vorbereiten und Qualifikationsdefizite angehen.
Wie wir berichtet haben

Berlin hat eine neue Qualitätsstrategie für das Bildungswesen eingeführt, die darauf abzielt, die Deutsch- und Mathematikkenntnisse der Schülerinnen und Schüler systematisch zu verbessern und den Anteil derer zu erhöhen, die die nationalen Mindeststandards erfüllen. Gleichzeitig bleibt die Schulpflicht auch während der Warnstreiks der BVG in Kraft; Schulen können bei nachgewiesenen Problemen mit der Anreise Aufgaben für zu Hause stellen.
Warum diese Veränderungen jetzt wichtig sind
Der Zeitpunkt fällt mit dem anhaltenden Druck auf das Schulsystem zusammen: Einerseits muss die Anwesenheitspflicht trotz Störungen im öffentlichen Nahverkehr aufrechterhalten werden, andererseits sollen messbare Fortschritte in den Kernfächern erzielt werden. Von der konkreten Umsetzung wird es abhängen, ob die Strategie die Lernergebnisse in Bezirken mit traditionell größeren Herausforderungen tatsächlich verbessert.
Entlastung für Lehrkräfte und Baufortschritte
Ab dem Schuljahr 2026/2027 werden Lehrkräfte entlastet, unter anderem durch kleinere Klassen und einen unterrichtsfreien Tag für Lernentwicklungsgespräche. Das Schulbauprogramm hat unterdessen bereits rund 53.000 zusätzliche Schulplätze bis zum Schuljahr 2025/2026 geschaffen und den Fehlbedarf von 26.100 auf 24.100 Plätze gesenkt.
Abschlussquoten und Unterschiede zwischen den Bezirken
Im vergangenen Schuljahr verließen 8,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler, rund 2.800 Personen, die Schule ohne Abschluss. Die höchsten Quoten wurden in Mitte, Spandau und Neukölln verzeichnet. Diese Zahlen werden maßgeblich beeinflussen, wie die Qualitätsstrategie und die personellen Anpassungen in den betroffenen Gebieten priorisiert werden.
Die nächsten Schritte
Die Schulverwaltungen müssen nun über die genaue Reihenfolge der Maßnahmen im Rahmen der Qualitätsstrategie entscheiden, die Verteilung der reduzierten Unterrichtsverpflichtungen ab 2026/2027 regeln und mögliche weitere Anpassungen bei den Bauprioritäten prüfen. Familien können davon ausgehen, dass die Schulpflicht konsequent durchgesetzt wird; die Schulen werden über Möglichkeiten zur Vergabe von Hausaufgaben bei künftigen BVG-Streiks informieren.