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Berlin reformiert Bildungsangebote mit gezielten Maßnahmen und Infrastrukturplänen
Lokale Entscheidungen betreffen den Lehrereinsatz, Entlastungen bei der Arbeitsbelastung und den Ausbau von Schulkapazitäten, um anhaltenden Herausforderungen zu begegnen.
Wie wir berichtet haben

Berlin setzt auf eine neue Strategie zur Verbesserung der Bildungsqualität: Förderkonzepte sollen systematisch ausgebaut und die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik regelmäßig bewertet werden. Ziel des Ansatzes ist es, durch diese lokalen Anpassungen die nationalen Mindeststandards häufiger zu erreichen.
Warum die Änderungen jetzt kommen
Das Bildungsangebot steht unter zunehmendem Druck durch steigende Schülerzahlen und Qualifikationslücken. Ein im Juli 2026 unterzeichnetes neues Abkommen sieht ab dem Schuljahr 2026/2027 Entlastungsmaßnahmen vor, darunter kleinere Klassen in Brennpunktbereichen und eine zusätzliche Stunde reduziertes Lehrdeputat für Lehrkräfte ab 63 Jahren, finanziert mit geschätzten 32 Millionen Euro. Diese Schritte reagieren unmittelbar auf den von der Bildungsverwaltung festgestellten Personalbedarf.
Lokale Angebote und Lehrereinsatz
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch hat angekündigt, die als Profilbedarf II bekannten besonderen Förderdeputate an Schulen abzuschaffen. Die betreffenden Lehrkräfte sollen stattdessen an Brennpunktschulen eingesetzt werden. Schulleitungsverbände und der Landeselternrat haben sich gegen diesen Schritt ausgesprochen und damit auf Spannungen bei der Verteilung von Ressourcen in der Stadt hingewiesen.
Infrastruktur und Kapazitätsnachweise
Das Schulbauprogramm wird fortgesetzt: Die Bildungsverwaltung rechnet zu Beginn des Schuljahres 2026/2027 mit rund 62.000 zusätzlichen Schulplätzen. Damit soll der Fehlbedarf von 26.100 Plätzen im Jahr 2025 auf 24.100 sinken. Im vergangenen Schuljahr verließen rund 2.800 Schülerinnen und Schüler, das entspricht 8,7 Prozent, die Berliner Schulen ohne Abschluss. Das neue Schulgesetz führt ein elftes Pflichtschuljahr für Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren ein, die nach der 10. Klasse noch keine klare Berufsperspektive haben.
Nächste Schritte für Familien und Schulen
Schulen und Familien können im kommenden Schuljahr mit der schrittweisen Einführung der Fördermaßnahmen und Entlastungsregelungen rechnen. Einzelheiten zur Umsetzung an den jeweiligen Standorten werden von der Bildungsverwaltung mitgeteilt, sobald das Schuljahr 2026/2027 näher rückt.