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Build-to-Rent-Projekte: Was sie Mietern bieten
Neue Bauprojekte in Berlin richten sich an Mieter, die sich Wohneigentum nicht leisten können, mit festen Mietlaufzeiten und Zusatzservices vor Ort, während die Kaufpreise weiter steigen.
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Wie wir berichtet haben

Build-to-Rent-Projekte machen inzwischen 12 Prozent der neu fertiggestellten Wohnungen in Berlin aus. In mehreren Anlagen werden Einheiten zu durchschnittlichen Monatsmieten von 18 Euro pro Quadratmeter angeboten.
Die Kaufpreise sind stadtweit auf 5.500 Euro pro Quadratmeter gestiegen, was viele Haushalte in Richtung Mietwohnungen drängt, die Mietpreise für fünf Jahre oder länger festschreiben, ohne die finanzielle Hürde eines Eigenkapitalnachweises.
Projekte in einzelnen Bezirken
Ein Projekt an der Warschauer Straße in Friedrichshain-Kreuzberg hat im Frühjahr 180 Wohnungen unter einem institutionellen Vermieter eröffnet, der Breitbandinternet, Fitnessstudio und einen 24-Stunden-Concierge-Service im Paket anbietet. Ein weiteres Objekt in der Pappelallee in Pankow, das Ende 2025 fertiggestellt wurde, umfasst 95 Wohnungen nach demselben Konzept und war nach eigenen Angaben innerhalb von acht Wochen nach Übergabe vollständig vermietet.
Die Anlagen befinden sich zwar in den strengen Mietpreisbremszonen der Stadt, sind jedoch von der Regelung ausgenommen, da sie nach 2014 errichtet wurden. Dies erlaubt den Betreibern, Marktmieten zu verlangen, während sie für die Anfangslaufzeit des Mietvertrags auf Erhöhungen verzichten.
Kostenvergleich und Leistungen
Eine Zweizimmerwohnung im Friedrichshain-Kreuzberger Projekt kostet 1.620 Euro im Monat, während eine vergleichbare Wohnung in der Nachbarschaft einen Kaufpreis von rund 520.000 Euro erfordern würde, ohne Notar- und Grunderwerbssteuer. Die Mieter profitieren von einem durch den Betreiber organisierten Instandhaltungsservice sowie der Nutzung von Co-Working-Flächen, die private Vermieter kaum anbieten.
Daten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zeigen, dass die durchschnittlichen Angebotsmieten in Mitte im ersten Halbjahr 2026 um 4,8 Prozent gestiegen sind, schneller als die Lohnentwicklung –, was viele Haushalte mit mittlerem Einkommen zu diesen institutionellen Angeboten treibt.
Wohnungssuchende können Angebote auf dem offiziellen Wohnungsportal der Stadt vergleichen oder den Mieterverein Berlin kontaktieren, um Mietverträge vor der Unterzeichnung prüfen zu lassen.