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Großes Bauvorhaben in der Nähe des Berliner Stadtzentrums genehmigt
Der Berliner Senat gibt einen 28-stöckigen Mischnutzungsbau an der Leipziger Straße frei, mit 420 Wohnungen und 18.000 Quadratmetern Bürofläche.
Wie wir berichtet haben

Der Stadtentwicklungsausschuss des Berliner Senats hat am 9. Juli einen 28-stöckigen Mischnutzungsturm an der Leipziger Straße 5-7 genehmigt und damit den Weg frei gemacht für 420 Mietwohnungen und 18.000 Quadratmeter Bürofläche, nur drei Blocks vom Potsdamer Platz entfernt.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der Bezirk Mitte auf neue Wohnungsbauprojekte 14 Monate warten muss und Bauträger steigende Baukosten beklagen, die mittlerweile im Schnitt bei 3.800 Euro pro Quadratmeter liegen. Das Projekt ersetzt zwei Bürogebäude aus den 1970er Jahren, die seit 2022 leer stehen, und befindet sich innerhalb des städtischen Vorranggebiets für die Entwicklung der Friedrichstadt.
Auswirkungen auf Mitte und Kreuzberg
Anwohner in den angrenzenden Blöcken entlang der Friedrichstraße und am westlichen Rand von Kreuzberg müssen ab Anfang September mit Bauzäunen rechnen. Das Vorhaben umfasst einen Supermarkt im Erdgeschoss, der von Edeka betrieben wird, sowie einen 1.200 Quadratmeter großen Kindergarten, der über das städtische Kita-Bau-Programm finanziert wird. Angrenzende Grundstückseigentümer an der Mohrenstraße wurden bereits schriftlich über vorübergehende Straßensperrungen während der 30-monatigen Bauzeit informiert.
Laut Stadtunterlagen wechselte das Grundstück zuletzt 2021 für 47 Millionen Euro den Eigentümer. Die aktuellen Wohnimmobilienpreise in Mitte liegen bei 7.800 Euro pro Quadratmeter, ein Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während in Friedrichshain-Kreuzberg im Schnitt 6.400 Euro erzielt werden. Von den genehmigten Wohneinheiten werden 210 zu gedeckelten Mieten im Rahmen des städtischen Wohnraumförderungsprogramms angeboten; der Rest wird zu Marktpreisen vermietet.
Nächste Schritte für Mieter und Käufer
Die Vermarktung der 210 geförderten Wohnungen beginnt im Oktober über das bezirkliche Wohnungsamt. Privatinteressenten können sich ab November über die Website des Bauträgers vormerken lassen. Der Senat hat verpflichtend vorgegeben, dass das Projekt den neuen Energiestandard 2027 erfüllen muss, was zusätzliche Investitionen von 12 Millionen Euro in Photovoltaik- und Wärmepumpenanlagen erfordert. Die Fertigstellung des Baus ist für die zweite Hälfte des Jahres 2029 geplant.