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Frühjahrs- vs. Winterauktionen: Angebotsvolumen im historischen Vergleich
Berliner Immobiliendaten zeigen, dass das Auktionsvolumen im Frühjahr in acht der letzten zehn Jahre um 22 Prozent über den Winterwerten lag.
Wie wir berichtet haben

Bei gerichtlich beaufsichtigten Berliner Immobilienversteigerungen wurden im März 2025 insgesamt 148 Objekte angeboten, verglichen mit 109 im Dezember 2024. Damit setzt sich ein Muster fort, bei dem die Frühjahresergebnisse die Winterabschlüsse seit 2015 im Schnitt um 23 Objekte pro Zyklus übertreffen.
Dieser Unterschied ist derzeit von besonderer Bedeutung, da die Finanzierungskosten weiterhin erhöht sind und Kaufinteressenten ihre Gebote an saisonalen Liquiditätsmustern ausrichten. Die Kreditgeber haben ihre Bedingungen für notleidende Objekte verschärft, und die Lücke zwischen Frühjahrs- und Winteraktivität wirkt sich unmittelbar darauf aus, wie rasch Banken ihr Kapital aus Zwangsversteigerungen in den innerstädtischen Bezirken zurückgewinnen können.
Lokale Entwicklungen in Mitte und Pankow
Drei Wohnungen in der Oranienburger Straße in Mitte wurden in der Märzrunde zu einem Durchschnittspreis von 5.800 Euro pro Quadratmeter veräußert, während ein Paar Reihenhäuser in der Nähe des Helmholtzplatzes in Pankow im gleichen Zeitraum 5.650 Euro pro Quadratmeter erzielten. Bei den Winterversteigerungen in denselben Stadtteilen im vergangenen Dezember kam es in jedem Quartier lediglich zu einem einzigen Verkauf, beide lagen unterhalb der vom Gutachterausschuss gemeldeten Bezirksdurchschnittswerte von 5.200 Euro pro Quadratmeter.
Verwertungsquoten und Preisentwicklung
Die stadtweite Verwertungsquote lag im Frühjahr 2025 bei 71 Prozent gegenüber 54 Prozent im Winter 2024, das geht aus den aktuellen Zahlen des Amtsgerichts Berlin hervor. Die durchschnittlich erzielten Preise über alle Objekte hinweg beliefen sich in der Frühjahrsrunde auf 5.480 Euro pro Quadratmeter, nach 5.110 Euro pro Quadratmeter sechs Monate zuvor. Das Muster wiederholt sich in Friedrichshain-Kreuzberg, wo mietrechtlich geschützte Gebäude an der Simon-Dach-Straße stärkeres Bietinteresse verzeichnen, wenn sie nach den Osterferien angeboten werden statt im vorweihnachtlichen Zeitfenster.
Kaufinteressenten sollten den nächsten Versteigerungskalender des Amtsgerichts, der für Ende Juli mit den Septemberterminen erwartet wird, aufmerksam verfolgen und bereits jetzt Finanzierungszusagen einholen, um für den höheren Angebotsumfang im Frühjahrszyklusgerüstet zu sein.