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Berliner Neubaupreise stabil trotz anhaltenden Wohnungsmangels
Marktdaten für das erste Halbjahr 2026 zeigen kaum Bewegung bei den Preisen für Neubauprojekte, trotz weiterhin stockender Fertigstellungszahlen.
Wie wir berichtet haben

Die Preise für Berliner Neubauapartments blieben im ersten Quartal 2026 stabil, während die Angebotspreise für Bestandswohnungen im selben Quartal um 1,1 Prozent und im Jahresvergleich um 5,4 Prozent stiegen. Neubauwohnungen wurden laut dem CBRE Berlin Hyp Wohnungsmarktbericht Berlin 2026 zu einem Preis von 6.874 Euro pro Quadratmeter gehandelt.
Preisentwicklung im Neubausegment
Weiterverkaufte Wohnungen erzielten im ersten Halbjahr 2026 einen durchschnittlichen Beurkundungspreis von 5.320 Euro pro Quadratmeter, ein Anstieg von 1,0 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2025, nachdem die Preise 2023 und 2024 noch zurückgegangen waren. Der Kontrast zwischen stabilen Neubaupreisen und moderaten Zuwächsen im Bestandssegment deutet darauf hin, dass Projektentwickler trotz sinkender Transaktionsvolumina nur begrenzte Spielräume bei der Preisgestaltung haben.
Angebotsengpass und Fertigstellungsraten
Das Mietwohnungsangebot bleibt äußerst knapp: Die Leerstandsquote liegt unter einem Prozent. Laut Marktdaten aus dem Immobilienscout24-Wohnbarometer und verwandten Berichten werden jährlich lediglich 16.000 Wohnungen fertiggestellt, während der Bedarf bei mindestens 20.000 Einheiten pro Jahr liegt. Diese Lücke prägt weiterhin das Umfeld, in dem neue Projekte auf den Markt gebracht werden.
Die Angebotsmieten im Bestand stiegen im Quartal um 0,6 Prozent und im Jahresvergleich um 3,7 Prozent, während die Neubaumieten leicht um 0,1 Prozent auf 20,98 Euro pro Quadratmeter nachgaben. Diese geringfügige Abschwächung bei den Neubaumieten vollzieht sich vor dem Hintergrund desselben strukturellen Defizits, das das Gesamtvolumen der fertiggestellten Wohnungen begrenzt.
Verkaufsaktivität und Marktentwicklung
Laut dem Berlin Hyp Wohnungsmarktbericht dürfte die Verkaufsaktivität im ersten Halbjahr 2026 am Jahresende 19 Prozent unter dem Gesamtergebnis des Vorjahres liegen. Das Zusammenspiel aus stagnierender Preisentwicklung und rückläufigen Transaktionszahlen deutet darauf hin, dass Projektentwickler bei Neueinführungen weiterhin zurückhaltend agieren, anstatt ihre Aktivitäten rasch auszuweiten.
Marktteilnehmer können die Quartalsberichte der genannten Quellen verfolgen, um frühzeitig Veränderungen in den Fertigstellungspipelines oder bei den Mietniveaus zu erkennen, die die aktuellen Rahmenbedingungen für neue Projekte beeinflussen könnten.