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Flüssigkeitszufuhr im Berliner Sommer: Wie viel und was trinken?
Die Julihitze treibt Berliner dazu, ihre täglichen Trinkgewohnheiten anzupassen, angesichts steigender Temperaturen und einem aktiven Leben im Freien.
Wie wir berichtet haben
Berlin verzeichnete diese Woche durchschnittliche Tageshöchstwerte von 27 Grad Celsius. Gesundheitsbehörden empfehlen deshalb, dass Erwachsene zwischen 2,5 und 3,5 Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen sollten, um den Schweißverlust bei normaler körperlicher Aktivität auszugleichen.
Die sommerlichen Bedingungen in der Hauptstadt verbinden lange Sonnenstunden mit städtischem Beton, der die Wärme speichert, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist daher für alle, die die Wege und Gewässerufer der Stadt zum Sport nutzen, schlicht notwendig.
Orte, die den Alltag prägen
Läuferinnen und Läufer drehen ihre Runden durch den Tiergarten und füllen am Brunnen neben der Siegessäule ihre Flaschen auf, bevor sie erneut in Richtung Siegessäule starten. Schwimmer am Wannsee verstauen Isolierflaschen in ihren Strandtaschen, da das Freigewässer und die direkte Sonneneinstrahlung den Flüssigkeitsbedarf stärker erhöhen als schattige Stadtparks.
Die öffentlichen Trinkbrunnen entlang der Tiergartenwege und in der Nähe des S-Bahnhofs Wannsee sind im Juli täglich von 6 bis 22 Uhr in Betrieb und bieten Radfahrenden sowie Fußgängern kostenlosen Zugang, ohne auf abgepackte Getränke angewiesen zu sein.
Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit berichtete in ihrem Bulletin vom Juni 2026, dass Bewohnerinnen und Bewohner, die sich im Freien sportlich betätigen, an Tagen über 25 Grad im Schnitt 0,8 Liter mehr trinken als an kühleren Tagen. Die Daten wurden von 1.200 Teilnehmenden erhoben, die mit Wearables erfasst wurden.
Praktische Tipps für heiße Tage
Leitungswasser direkt aus dem Brunnen deckt den täglichen Bedarf kostenlos, wer es geschmacklich aufpeppen möchte, gibt ein paar Minzblätter von einem Kreuzberger Marktstand hinzu. Gezuckerte Eistees, die an Ständen entlang der Unter den Linden verkauft werden, liefern unnötige Kalorien, weshalb viele aktive Berlinerinnen und Berliner inzwischen lieber zu stillem Mineralwasser greifen, das an Kiosken im Kiez für 1,20 Euro die 500-Milliliter-Flasche erhältlich ist.
Wer die Radwege durch Mitte nutzt oder die Outdoor-Fitnessgeräte in der Nähe des Alexanderplatzes verwendet, sollte bei Einheiten von mehr als 45 Minuten alle 20 Minuten 250 Milliliter trinken. Städtische Wellness-Programme der Bezirksämter geben kostenlose Nachfüllkarten aus, mit denen die Trinkmenge erfasst wird, und die daran erinnern, an Tagen mit einer Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent abwechselnd Wasser und Elektrolytlösungen zu trinken.
Die Flüssigkeitszufuhr lässt sich einfach mit einem Handy-Timer oder einer wiederverwendbaren Flasche mit 500-Milliliter-Markierungen im Blick behalten, ohne besondere Hilfsmittel. Wer lange Läufe im Tiergarten mit einem Ausflug zum Wannsee kombiniert, sollte die Trinkmenge entsprechend erhöhen und dabei auf regelmäßiges Sipping in kleinen Mengen setzen, statt große Mengen auf einmal zu trinken.